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ÖM-Titel für Christoph Strasser und Elena Roch beim RAN

ÖM-Titel für Christoph Strasser und Elena Roch beim RAN

Nach der Covid-bedingten Verschiebung des Race Around Niederösterreichs (RAN) in den September, erfolgte gestern der Startschuss zur zweiten Auflage. Von Weitra im Herzen der Xundheitswelt aus galt es 600km mit 6.000 atem(be)raubenden Höhenmetern zu absolvieren. Christoph Strasser, der sechsfache Sieger des Race Across America, pulverisierte dabei die Zeit des Vorjahressieger um 1h 39min und sicherte sich damit sein zweites österreichisches Meistertrikot. Insgesamt wurden bei bestem Wetter in fünf Kategorien Streckenrekorde aufgestellt. So auch bei den Damen, wo Überraschungssiegerin Elena Roch bei ihrem ersten Ultra-Radrennen nicht nur ihren ersten ÖM-Titel holte sondern die Bestzeit um 35min unterbot. Alle Entscheidungen waren in einem umfassenden Livestream hautnah mitzuverfolgen.



Am 18. September erfolgte in der ältesten Braustadt Österreichs der Startschuss zur zweiten Auflage des Race Around Niederösterreichs. 100 Teilnehmer waren für die Zweitauflage gemeldet und stellten sich der herausfordernden Strecke entlang der Grenze des größten Österreichischen Bundeslandes. Bei den Herren kam es im knapp 50-köpfigen Starterfeld zur Neuauflage des Race Around Austria-Duells zwischen Christoph Strasser und dem Deutschen Robert Müller. Strasser, der als letzter der Soloathleten nach dem Deutschen startete (Einzelstartmodus im 2-Minutentakt), konnte diesen nach ca. 3,5 Stunden einholen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 39 km/h brauste der „Strasser Express“ Richtung Semmering. Müller musste dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und Strasser im bergigen Teil der Strecke bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ziehen lassen. Mit einer Fabelzeit von 17h 30min erreichte Strasser das Ziel in Weitra – Rekord! Zweiter wurde Philipp Kaider, der mit einer tollen zweiten Hälfte Müller noch abfangen konnte. Bei der 3. Österreichischen Meisterschaftswertung holten Manuel Dickbauer und Dominik Meierhofer Silber bzw. Bronze.

Bei den Damen lieferten sich Bianca Bischof und Elena Roch einen harten Kampf um den Sieg und die ÖM-Krone. Lange Zeit sah es nach einem sehr knappen Ergebnis aus. Letztendlich konnte aber Roch, die ihr erstes Ultra-Radrennen bestritt, mit über einer halben Stunde klar vor Bischof das Ziel erreichen.

Der Sieg in der 2er-Teamwertung männlich ging mit einer Gesamtzeit von 17h 28min an CLR Sauwald Cofain 699. In der 2er-Mixed-Wertung siegte das deutsche Team „Maloja Pushbikers“ und die „Watthasen“ entschieden die 2er-Team Damenwertung. Bei den 3er-Teams konnte das „Team OÖ Kinderkrebshilfe“ ihren Vorjahressieg verteidigen. Beachtlich: In einer Zeit von 24h 47min umrundeten das Team der Xundheitswelt, die Crataegutt Seniors 80+, Niederösterreich. Das Durchschnittsalter von Herbert Lackner, Pepi Bichl und Norbert Hager liegt bei über 76 (!) Jahren.

Hautnah mit dem Livestream dabei

In Kooperation mit dem Sportland Niederösterreich wurde von diesem Rennen über 24 Stunden live im Internet berichtet. Sechs Kamerateams ließen die Zuschauer hautnah bei allen Entscheidungen dabei sein. Nicht nur ein hochkarätiges Starterfeld sondern auch mit hochkarätigen (virtuellen) Studiogästen konnte das Rennen einen neuen Maßstab setzen und zusätzliche interessante Infos liefern. Patrick Konrad vom Bora Hansgrohe Team, der sich gerade auf den Giro d’Italia vorbereitet wurde genauso zugeschalten, wie auch Michael Gogl, der sich noch bei der Tour de France befand. Vorjahressiegerin Dr. Alexandra Meixner gab Einblicke in den Ultraradsport und Liveschaltungen in die Pacecars der Teilnehmer zeigten die Aufgaben der Teams rund um die Teilnehmer.

Stimmen zum Rennen

„Ich bin sehr froh über diesen Sieg. Mir gefallen solche Rennen mit starken Gegnern. Es war von Anfang an spannend und bis Wiener Neustadt schaffte ich einen 39er Schnitt. Da wusste ich schon, dass es eine super Zeit werden könnte. Die Gegner waren echt stark, Philipp Kaider ist eine Top-Leistung gefahren und Zweiter geworden, leider ist Robert Müller, der zu schnell gestartet war, im letzten Drittel etwas eingegangen und schlussendlich auf Platz 3 abgerutscht. Ich freu mich über mein zweites Meistertrikot und den Organisatoren gratuliere ich zu einem perfekten Rennen!“

„Es war mein erstes Ultrarennen. Nach den Erfolgen von Christoph Strasser und Alexandra Meixner wollte das auch einmal ausprobieren. Ich hätte nie gedacht, dass ich schneller als Bianca bin“, so eine glückliche Elena Roch im Ziel

Auch die Veranstalter ziehen ein äußerst positives Resümee: „Unser Baby hat nun im zweiten Jahr zu laufen begonnen und wir schauen, wohin es sich entwickeln wird. Mit diesem hochkarätigen Starterfeld, den Top-Leistungen und dem tollen Livestream sind wir bereits für die dritte Auflage im Weitraer Jubiläumsjahr (Anm.: 700 Jahre Braustadt) am 7./8. Mai motiviert. Ein großes Dankeschön geht an die Stadt Weitra, der Xundheitswelt mit unserem Rennhotel, dem Brauhotel Weitra, der Raiffeisenbank Niederösterreich und Oberes Waldviertel und vor allem an unsere Helfer!, so die Veranstalter Georg Franschitz und Christian Troll.

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