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Es „strassert“

Es „strassert“

Vor wenigen Tagen war es soweit: Österreichs Aushängeschild im „Weitradlfoarn“, Christoph Strasser, hat imposant in nur 8 Tagen, 1 Stunde und 23 Minuten zum bereits historischen fünften Mal das „World’s Toughest Bicycle Race“, das Race Across America (RAAM), gewinnen können. Der Steirer stellte mit den Siegen 2011, 2013, 2014 und 2017 und heuer (mit der zweitschnellsten je gefahrenen Zeit) den langjährigen Rekord seines Vorbildes Jure Robic (SLO) ein, der 2010 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte.

Christoph Strasser holt Sieg Nummer 5 (©Manuel Hausdorfer | lime-art.at)
Christoph Strasser holt Sieg Nummer 5 (©Manuel Hausdorfer | lime-art.at)

 

Dass Österreichs Radfahrer u.a. auf Ultradistanzen weltklasse sind, zeigen nicht nur die RAAM-Siege von Franz Spilauer (1988) Wolfgang Fasching (1999, 2001 und 2002) und Severin Zotter (2015). Mit der wahrscheinlich ausdauerndsten österreichischen Athletin, Alexandra Meixner, konnte 2015 erstmals auch eine Österreicherin das 4.940 km lange Rennen mit 50.000 hm durch zwölf Bundesstaaten von der West- zur Ostküste der USA finishen. Die Waldviertlerin hält zudem den Weltrekord im 20-fachen IRONMAN und beendete als erste Österreicherin auch das Race Around Austria.

Ihre Pläne für 2019 hat sie bereits gefasst: Sie wird unter anderem Australien durchqueren und das RAAM erneut in Angriff nehmen. Im Mai wird die Ärztin, Kabarettistin, Buchautorin und Extremsportlerin auch bei der Premiere des Race Around Niederösterreich (RAN) am Start stehen. „Ich lasse es mir unter keinen Umständen nehmen, dass ich beim RAN, quasi vor meiner Haustüre, starte. Ich freue mich und bin stolz, dass es in unserem schönen Bundesland ein derartiges Rennen nun gibt“, so Meixner, die nur unweit vom Start- und Zielort Weitra wohnt.

Einer der die Strecke des Race Around Niederösterreich bereits absolviert hat ist Michael Strasser. Nicht verwandt mit Christoph, aber ebenso sehr ausdauernd. Michael durchquerte 2016 den afrikanischen Kontinent von Cairo nach Kapstadt. Er benötigte 34 Tage, 11 Stunden und 10 Minuten – Weltrekord! Sein neues Projekt „Ice2Ice“ führt den Niederösterreicher in knapp einem Monat auf die längste befahrbare Straße der Welt: 23.000 km mit 185.000 hm von Alaska nach Patagonien. Sein Ziel ist es die kürzlich aufgestellte Fabelzeit von 99 Tagen zu unterbieten.

Michael Strasser bei seiner Trainingsfahrt auf der Race Around Niederösterreich Strecke
Michael Strasser bei seiner Trainingsfahrt auf der Race Around Niederösterreich Strecke

 

Zu Trainingszwecken absolvierte er im April die 600 km lange Strecke des RAN und war sofort begeistert: „Ich bin als Niederösterreicher sehr überrascht, wie schön und facettenreich dieses Bundesland ist. Seien es die Berge und Täler im Süden ab dem Semmering oder auch das Wald- und Weinviertel im Norden, das sollte jeder einmal am Rad gesehen haben. Es ist für jeden Radtypen etwas dabei“, so Strasser. Ob er 2019 beim RAN selbst auch am Start stehen wird, lässt der 35-Jährige aber noch offen.

Ultradistanzrennen sind eine Teamleistung

Ob 23.000, 5.000 oder 600 Kilometer, bei Rennen über längere Distanzen gibt es neben viel Training im Vorfeld und mentaler Stärke auch ein weiteres Kriterium, wie u.a. Christoph Strasser weiß: „Aus eigener Kraft könnte ich das nie alles schaffen. Ohne einer perfekten Betreuung ist das Leistunspotenzial nur schwer abzurufen. Es ist wichtig, dass ich mich auf das Radfahren konzentrieren kann. In den nötigen Pausen sitzen alle Handgriffe und ich kann mich perfekt auf jedes Mitglied verlassen. Ohne dem Zuspruch des Teams geht es mir auch nicht gut“, verriet er kürzlich in einem Interview auf www.radsport-news.com.

Wann beginnt dein Abenteuer?

Um auf den Spuren der Strassers und Meixners zu wandeln, für den bietet das Race Around Niederösterreich im nächsten Jahr erstmals die Möglichkeit Niederösterreich mit dem Rad zu umrunden. Es soll einerseits ein ideales Vorbereitungsrennen auf größere mehrtägige Rennen sein, aber auch für Einsteiger die Möglichkeit bieten Ultraradsportluft zu schnuppern. Die 600 km mit 6.000 hm können alleine, als 2er- oder 3er-Team absolviert werden. Bis zum 31. August 2018 kann man sich für die Premiere am 3./4. Mai 2019 noch vergünstigt anmelden. Zur Anmeldung gelangen Sie: hier